Erstes Bild des gesamten Radiohimmels mit LOFAR-Antennen bei Garching

Fasching war nicht das einzige, was mitte Februar gefeiert wurde: Einige Wissenschaftler am Max-Planck-Institute für Astrophysik in Garching warteten gespannt auf die ersten Bilder ihres neuen Radioteleskops. Am Freitag den 12 Februar war es dann so weit: Die LOFAR Station in Unterweilenbach nahm das erste Bild des gesamten Himmels im Radiobereich auf (siehe Abbildung).

Das neue europäische Radioteleskop LOFAR, das Low Frequency Array, wird von ASTRON in den Niederlanden konstruiert. Das Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) in Garching ist eines der deutschen Institutionen, die sich an diesem europaweiten Projekt beteiligen. In der Nähe von Garching errichtet das MPA dafür zurzeit ein Antennenfeld, das als eine der Stationen im verteilt operierenden LOFAR Radiotelekop betrieben wird.

Der Frequenzbereich von 30 bis 240 MHz, den LOFAR abdeckt, ist bisher weitgehend unerforscht und LOFAR wird diesen Bereich im kommenden Jahrzehnt dominieren. Mit der viel höheren Empfindlichkeit und besseren Auflösung im Vergleich zu heutigen Teleskopen, wird LOFAR ein neues Fenster zum Universum öffnen. Die Forschungen werden von hoch rotverschobenen Signalen aus den Anfängen des Universums rund 1 Milliarde Jahre nach dem Urknall bis hin zu langwelliger Radiostrahlung von unserer eigenen Sonne reichen.


linkPfeilExtern.gifDas LOFAR-Projekt am MPA